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Geschichte

Der so genannte «Burgersturm» gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte u.a. die Aufhebung des Zunftzwanges. Bei den danach aufgenommenen Burgern ohne Zunftangehörigkeit entstand bald einmal das Bedürfnis, sich zusammen zu schliessen, um – analog zu den öffentlich-rechtlichen Gesellschaften und Zünften – einerseits durch gesellige Veranstaltungen die Mitglieder einander näher zu bringen und andererseits, im Rahmen der Behörden der Burgergemeinde Bern, durch angemessene Vertretung aktiv mitzuwirken. 

Seit 1910 besteht die Burgergesellschaft der Stadt Bern in der Form eines Vereins. Ihr gehören rund 900 «Seelen» an, mithin knapp die Hälfte aller Burger ohne Zunftangehörigkeit oder rund 5,5 Prozent aller Angehörigen der Burgergemeinde. Die Strukturen und Anlässe entsprechen weitgehend denjenigen der Gesellschaften und Zünfte. 
Die Burgergesellschaft wird durch das Vorgesetztenbott geleitet. Neben Grossem Bott, Kinderfest und Gesellschaftsabend pflegt die Burgergesellschaft namentlich den traditionellen Surchabisabend, den Damenabend mit Referat, das Kammerkonzert sowie die regelmässig stattfindenden Stämme. 

Das 1788 neu erbaute Gesellschaftshaus befindet sich an der Kramgasse 14, wobei die so genannte «Stube» für viele burgerliche Anlässe gerne benutzt wird.

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